Was hat sich bei Facebook und Twitter bewährt? Was ist wichtig im Mobile Marketing? Was sind Customer Journey, Retargeting und Realtime Bidding? Hier versuche ich zusammenzufassen, wo für Online-Marketer Handlungsbedarf besteht und wo nicht.
Immer mehr Mediennutzungszeit verlagert sich von offline nach online. Entsprechend werden Marketingbudgets von offline nach online verschoben. Online-Marketing jedoch ist in ständiger Bewegung. Wer nicht informiert ist, investiert falsch. Daher ist es wichtig, hier die aktuellen Entwicklungen zu kennen.
Suchmaschinen sind und bleiben die wichtigsten Neukunden-Lieferanten. Wer jedoch in Googles Trefferlisten vorne steht, entscheidet nicht mehr allein die Reputation der Seite im Web. Zunehmend wird die Beliebtheit der Seite im Social Web in den Algorithmus mit einbezogen. Machen Sie Seiten, die so gut sind, dass sie in Facebook, Twitter und Google+ weiterempfohlen werden.
Das Leben von Marketingmanagern wird nicht leichter. Waren es gestern Homepage, Newsletter und Blog, so kommen heute weitere Kanäle dazu. Sie stehen also nicht nur unter Druck, relevante Inhalte zu liefern, sondern müssen gleich auch noch selbst dafür sorgen, dass diese Inhalte in alle Kommunikationskanäle gebracht werden. An Facebook, Google+ und Twitter führt kein Weg mehr vorbei. Youtube, Xing und LinkedIn sind ebenfalls empfehlenswert.
Nicht nur, dass Sie die Kanäle bedienen müssen – Sie sollten auch Zeit für den Dialog mit Ihren Fans und Followern einplanen. Genau wie Sie ja auch ans Telefon gehen, wenn jemand bei Ihnen anruft, beantworten Sie auch im Social Web Anfragen. Anders als im Callcenter sieht es nämlich die halbe Welt, wenn Ihre Kunden massenhaft unzufrieden sind. Aber es gibt einen viel wichtigeren Grund: Was Sie im Social Web über Ihre Produkte erfahren, erspart Ihnen eine Menge teurer Marktforschungsstudien.
Mit der Verbreitung von Smartphones und Flatrates kommt auch die Nutzung des Handies als persönlicher Tippgeber: Gibt es interessante Shops oder Restaurants in der Nähe? Foursquare und Facebook verraten, wo meine Freunde sind. Google und Qype sammeln Bewertungen und Groupon verteilt Gutscheine. Wenn Ihr Business an einen Ort gebunden ist, dann sollten Sie ganz schnell Ihren Eintrag "claimen" und ergänzen.
Wer geht heute noch in ein Hotel, ohne vorher bei Holidaycheck oder Trustyou nachzusehen? Wer vertraut sich einem Arzt an, ohne bei Jameda dessen Bewertung anzusehen? Sobald die Tonalitätsanalyse aus den Kinderschuhen wächst, wird auch das Social Web eine wertvolle Quelle, um von den Erfahrungen anderer Kunden zu profitieren. Für Unternehmen heißt das: Wenn Produkte und Werbeversprechen nicht den Kundenerwartungen entsprechen, wird das für alle sichtbar. Wenn Sie einen Vorgeschmack bekommen wollen, tippen Sie einmal ein paar bekannte deutsche Marken bei Amplicate.com ein.
Was beim E-Mail-Marketing bereits Standard ist, setzt sich auch bei Social Media Marketing durch: Relevanz. Niemand interessiert sich dafür, wenn Sie in Twitter nur täglich "Guten Morgen" und "Schönen Abend noch" sagen. Wer seine Facebook-Seite als billige Werbeschleuder missbraucht, wird aus der Timeline verbannt oder verliert seine Fans komplett.
Wer erfolgsbasierte Onlinewerbung bucht, konzentriert sich oft viel zu sehr auf den letzten Klick, bevor gekauft wurde. Zunehmend setzt es sich durch, alle Werbemittel entlang des oft langen Entscheidungsprozesses zu berücksichtigen. Technisch ist es heute möglich, den Weg vom ersten Sichtkontakt eines Werbebanners über die Informationssuche bis zum finalen Bestellklick in einer Textanzeige zu messen. Gezielt können auch "Beinahe-Käufer" angesprochen werden. Wer gestern Abend im Online-Shop nach Joggingschuhen suchte, bekommt diese heute per E-Mail oder auf einem Banner angeboten.
Bisher wurden nur Textanzeigen versteigert, bald wird das auch bei Bannern zum Standard. Die Systeme vergleichen blitzschnell, welcher Banner für welchen Nutzer am besten passt und welcher Preis angemessen ist. So profitieren alle: Nutzer sehen interessantere Banner, Werbeplatzanbieter holen mehr aus ihren Bannerplätzen heraus und Werbetreibende bekommen mehr echte Interessenten für weniger Geld.
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