|  |
10 "krisensichere" E-Mail Marketing Tipps

Wie kann E-Mail Marketing während der Finanzkrise am effektivsten und effizientesten eingesetzt werden ohne dem Sparstift zum Opfer zu fallen?
1. Messen Sie die wirklich wichtigen Resultate
Implementieren Sie Massnahmen zur Messung welche Auswirkungen E-Mail Marketing tatsächlich auf das
Betriebsergebnis hat. Gehen Sie über die üblichen Klicks, Öffnungen, Bounces, etc. hinaus und messen Sie Return-On-Investment, Steigerung der Kundenzufriedenheit (z.B. durch Online Umfragen) und sonstige Daten, die an das Erreichen von Unternehmenszielen gebunden sind.
2. "Verkaufen" Sie E-Mail Marketing intern
Intensivieren Sie Ihre Anstrengungen der Geschäftsleitung zu "verkaufen", wie sehr E-Mail Marketing den
Interessen des Unternehmens nützt. Viele Führungskräfte halten E-Mail noch immer nur für ein
kostengünstiges Informationsmedium. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen dieses Medium als
unerlässlich für strategische Kundenkommunikation zu platzieren.
3. Optimieren Sie Ihre Zustellbarkeit
Investieren Sie in die Verbesserung Ihrer Zustellraten. Für Unternehmen, die ihre Produkte und/oder Dienstleistungen über E-Mails bewerben, bedeuten E-Mails, die nicht in der Inbox des Empfängers landen, einen Umsatzverlust. Ein kleines Rechenbeispiel zur Veranschaulichung: Bei den internationalen Webmailern (Gmail, Yahoo, Hotmail und AOL) landen im Durchschnitt etwa 15 Prozent aller Werbe E-Mails im Spamordner oder werden komplett geblockt.
Nehmen wir an Sie verschicken eine Kampagne an 100.000 Empfänger und erreichen eine Conversion Rate von 0.5 Prozent bei einen durchschnittlichen Warenkorbwert von 150 Euro. Bei 15 Prozent blockierten E-Mails würden 15.000 Empfänger ihre Nachricht gar nicht erhalten, was einen pro Kampagne Umsatzverlust von 11.250 Euro bedeutet. Bei vier Kampagnen pro Monat wäre das ein versäumter Umsatz von 45.000 Euro.
4. Forcieren Sie organisierte Adressgenerierung
Erliegen Sie nicht der Versuchung Ihren Adressbestand mit einmaligen Massnahmen stark zu vermehren. Die negativen Aspekte wie schlechtere Zustellraten und geringerer Response sind kein angemessener Preis für zusätzlichen Empfänger. Investieren Sie stattdessen in sanfte Massnahmen, die Leads und Kunden an jedem Kontaktpunkt mit Ihrem Unternehmen (Webshop, Messe, POS, Kundenberater, etc.) ohne Abstriche bei Permission und Datenschutz als Neuabonnenten gewinnen.
5. Halten Sie die Versandfrequenz moderat
Verfallen Sie nicht der Versuchung E-Mail Marketing nur als kostengünstige Angebotsschleuder zu
missbrauchen. Ja, E-Mail ist kostengünstiger als andere Direktmarketingmedien und Sie werden
wahrscheinlich, wie viele andere E-Mail Marketer auch, den Druck verspüren mehr E-Mails zu verschicken
um den Umsatz anzukurbeln. Sicher sind kurzfristig höhere Resultate möglich, Sie laufen aber auch Gefahr längerfristigen Schaden anzurichten: schlechtere Zustellraten, verärgerte Kunden, höhere Kosten um abgemeldete Empfänger zu ersetzen und schlechteres Markenimage.
6. Segmentieren Sie Ihre Empfänger
Nur selten sind Empfängerlisten im E-Mail Marketing homogen. Vermutlich ist die Zielgruppe Ihrer
Empfänger das ebenfalls nicht. Aus diesem Grund macht es Sinn, Ihre Empfänger in unterschiedliche
Segmente zu unterteilen und diese jeweils gezielt anzusprechen. Möglicherweise möchten Frauen anders
angesprochen werden als Männer. Stammkunden haben womöglich andere Erwartungen an Ihren Newsletter als Interessenten. Kunden mit einem durchschnittlich hohen Bestellwert erwarten andere Angebote als Kunden mit einem sehr geringen Bestellwert.
7. Automatisieren Sie Prozesse
Sparen Sie Kosten (v.a. bei Mitarbeiterstunden) ein, indem Sie E-Mail Marketing Prozesse automatisieren:
von automatischem Datenimport und –export zwischen Ihrer Kundendatenbank und der E-Mail Marketing
Applikation über automatische Befüllung von E-Mails mit Angeboten und anderen Inhalten von der Website, bis hin zur kompletten Automatisierung der E-Mail Erstellung und des Versandes.
8. Setzen Sie auf Transaktionsmails
Binden Sie Transaktionsmails in Ihre E-Mail Strategie mit ein. Transaktionsmails sind E-Mails, die
automatisch als Antwort auf ein bestimmtes Kundenverhalten generiert werden, wie z.B. Kauf- und
Versandbestätigungen, Reminder, Updates über Verfügbarkeit eines bestimmten Produktes, etc.
Laut diversen aktuellen Studien aus den USA (von Jupiter bis Forrester) erzielen Transaktionsmails
wesentlich höhere Resultate als herkömmliche Werbe E-Mails und werden von Empfängern nicht als störend empfunden. Gleichzeitig verwenden nur die wenigsten Unternehmen Transaktionsmails aktiv für
Markenbildung und Promotions.
9. Testen, testen, testen
Stellen Sie 10 bis 20 Prozent Ihres E-Mail Marketing Budgets für Testverfahren zur Verfügung. Erstellen Sie z.B. 3 unterschiedliche Versionen Ihrer Mailings und schicken Sie sie an jeweils 10 Prozent Ihrer gesamten Liste (Anzahl der Versionen und Prozentzahl der Empfänger können Sie natürlich beliebig variieren). Die für Sie erfolgreichste Version schicken Sie dann an den Hauptteil der Liste. Auch wenn Sie die Resultate jeweils nur um 1 bis 2 Prozent steigern können, so kann sich das über kurz oder lang ganz schön summieren.
10. Vertrauen Sie auf Experten
Überlassen Sie die Verantwortung Ihrer E-Mail Marketing Aktivitäten nicht einem Assistenzposten im
Marketing. Eine erfolgreiche E-Mail Marketing Strategie zu entwerfen erfordert viel Spezialwissen und
jahrelange Erfahrung. Sollten Sie intern noch nicht über dieses Know-How verfügen, ist es eventuell
empfehlenswert, Beratung durch externe Spezialisten in Erwägung zu ziehen.06/2009, Daniel Harari

|  | Nach dem Marketingstudium und ersten Versuchen im dot.com-Bereich und im Projektmanagement bei Internet Consultingfirmen, gründet Daniel Harari Ende 2000 zusammen mit Hagai Hartman den E-Mail-Marketing-Provider emarsys eMarketing Systems AG.
|

Kommentare zu diesem Beitrag 
|  |  |

Weitere Beiträge zu diesem Thema
|  |  |
 |  |  | Stellen Sie sich vor, Sie bereiten eine Spendenaktion vor. Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie müssten innerhalb kürzester Zeit eine hohe Anzahl von Spendern finden, die bereit sind, Ihr Projekt uneigennützig zu unterstützen... |  |  |  | Klassische Werbekonzepte leiden zunehmend unter dem Information-Overload bei Werberezipienten: Die Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut geworden. Neue Werbe-Konzepte sind gefragt... |  |  |  | Was eine Website erfolgreich macht, lässt sich nicht allgemein beantworten, da jeder Webauftritt unterschiedliche Ziele verfolgt. Während im eCommerce der Online-Umsatz zählt, möchte der Online-Chefredakteur möglichst viele Leser... |  |  |  | Jede Krise ist zugleich eine Chance: Jeder spricht darüber, aber die wenigsten lassen Worten auch wirklich Taten folgen. Dabei bieten gerade schwierige Zeiten die Chance, sich vom Wettbewerb zu unterscheiden... |  |  |  | Das Marketing in den Unternehmen befindet sich in einem deutlichen Wandel von quantitativen hin zu qualitativen Leistungsbewertungen... |  |
Beiträge aus anderen Themenbereichen
|  |  |
 |  |  | Die Gestattung der privaten Nutzung der betriebseigenen IT-Infrastruktur durch die Mitarbeiter bringt nicht zu unterschätzende rechtliche Komplikationen mit sich – gerade was auch die Archivierung von E-Mails anbelangt... |  |  |  | Datenschutz spielt auch im eCommerce eine große Rolle. So müssen z.B. für den Betrieb eines Onlineshops die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz eingehalten werden... |  |  |  | Um 1995 steckte die IT-Sicherheitsbranche noch in den Kinderschuhen. Die meisten, die sich damals dafür entschieden haben, ihren beruflichen Fokus auf die IT-Security zu setzen, kamen aus der IT... |  |
|  | |  |