Einen immer größeren Anteil im Online-Marketing-Mix nimmt das Bewerben über E-Mail-Kampagnen ein, insbesondere mittels Standalones. Nach wie vor ist diese Werbeform aber für vieleWerbetreibenden oder Agenturen noch etwas "exotisch" und gerade bei der Werbemittel- undLandingpage-Gestaltung werden immer wieder ein paar typische Fehler gemacht, derenVermeidung hingegen wesentlich zum Erfolg der Kampagne beisteuern könnte.Im Folgenden erhalten Sie einige wertvolle praktische Tipps und Hinweise, wie Sie Fehlervermeiden und Ihre E-Mail-Kampagne zu noch mehr Erfolg führen können.
Fehler Nummer 1: Das falsche Creative für die falsche Werbeform
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Agentur geht zu einem Fernsehsender, reicht deneneine Powerpoint-Präsentation und bucht damit einen Werbespot im Fernsehen. Undenkbar? Richtig!Genauso undenkbar sollte es für Sie auch sein, mit einem Creative, das für z.B. Online-Marketingwie Layer, Pop-Up und ähnliches konzipiert wurde, eine E-Mail-Kampagne buchen zu wollen. JedeWerbeform hat spezielle Regeln, die es zu beherzigen gilt. Die Gestaltung eines Layers funktioniertvielleicht hervorragend als Layer – aber nicht als Standalone!
Gestalten Sie eine Standalone wie eine Email – mit Anrede, kurzen Einleitungssätzen, evtl.unterlegt mit einigen interessanten Eyecatchern wie Grafiken, dem Hauptangebot und einemfreundlichen Abspann. Nutzen Sie die Power und die eigentlichen Vorteile des E-Mail-Marketings,indem Sie Ihre neuen, potentiellen Kunden wirklich "anschreiben" und nicht nur mit einerWerbegrafik "anwerben"!
Fehler Nummer 2: Je bunter je besser
Die landläufige Meinung ist nach wie vor, dass möglichst bunte Creatives, möglichst viele Grafiken,möglichst wenig Text die meisten Erfolge haben. Dies ist bei einer E-Mail-Kampagne nicht so! ImGegenteil: Gestalten Sie niemals Ihr Creative so, dass dies ausschließlich aus einer Grafik besteht.Dies ist aus mehreren Hinsichten fatal:
Zum einen bleiben solche Grafik-E-Mails sehr häufig inSpam- und Viren-Filtern hängen und erreichen somit die Empfänger erst gar nicht. Zum anderenunterstützen manche E-Mail-Programme nicht die Ansicht von Grafiken (insbesondere die neuenMicrosoft-Programme). Dies bedeutet, dass Ihre Empfänger lediglich eine leere Fläche statt einerGrafik sehen werden und damit natürlich sofort ungelesen (bzw. ungesehen) löschen werden.
Gerne können Grafiken unterstützend genutzt werden, um das Creative interessanter zu gestalten.Aber die eigentliche Hauptaussage Ihrer Werbebotschaft, sollte als Text enthalten sein. Wenn Siedies in HTML gestalten, so kann man mit Hilfe von Kursivschrift, Fettschrift und Schriftfarbe ja aucheiniges an Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte erlangen. Übrigens: reine Text-E-Mails, gestaltetals "E-Mail-Brief", haben sehr große Werbewirkung, wie wir immer wieder bei Kundenkampagnenfeststellen!
Fehler Nummer 3: Viel anbieten ist gleich viel besser
Manche Creatives sind allerdings auch das Gegenteil von den "Layer-Creatives"; sie bestehen quasiaus der kompletten Homepage des Werbetreibenden, enthalten 60 Links und mehr und bietengleich alles auf einmal an. Genauso wenig, wie ein Creative nur eine Grafik enthalten sollte, solltees auch nicht zu überfrachtet werden.
Suchen Sie sich gezielt ein Angebot heraus, welches Siebewerben möchten und konzentrieren Sie sich darauf. Sie überfordern sonst dieAufmerksamkeitsspanne des Lesers, der eher genervt auf "Löschen" klickt als in Ruhe die Email zulesen. Eine Faustregel besagt, das ein Creative ausgedruckt nicht länger als eine DIN A4 Seite undca. 650 Pixel breit sein sollte und zwischen einem und sechs unterschiedlichen Links enthaltensollte. Ein bis maximal zwei Werbeprodukte oder Werbeaussagen sollten vorgestellt werden.
Fehler Nummer 4: Frech kommt weiter
Im Rahmen der Sättigung der E-Mail-Leser überbieten sich zeitweise die Werbekunden mit frechenCreatives, nackter Haut auf Grafiken, schlagfertigen Sprüchen und reißerischen Werbeaussagen.Da aber genau mit diesen Mitteln auch Spammer arbeiten, tritt der gegenteilige Effekt ein: IhreWerbe-E-Mail wird als "unseriös" und "unerwünscht" eingestuft und ungelesen gelöscht.
Setzen Siesich bewusst ab von unseriösen Werbetreibenden und besinnen Sie sich auf eine höfliche, sachlicheund fundierte Werbeaussage. Natürlich kann dies auch kreative und mit Fantasie und Witzgeschehen; aber letztendlich ist es noch immer so, dass das eigentliche Angebot am besten "lockt"– ohne viel "Drumherum". E-Mail-Leser sind in den letzten Jahren sehr routiniert geworden im "EMail-Querlesen" und entscheiden innerhalb einer Sekunde, ob sie eine E-Mail als seriös und damitlesbar oder als typischen "Werbe-Spam" einstufen.
Fehler Nummer 5: Ich will alles von den Lesern – und das auf einmal
Eine typische Zielsetzung für E-Mail-Kampagnen ist die Conversion in Kundendaten. Sprich, derLeser Ihrer E-Mail soll bei Ihnen, auf Ihrer Landing-Page, seine Daten hinterlassen, damit Sie ihnspäter nochmals anschreiben können und ihn so langsam aber sicher zum Kunden machen können.
Das ist auch völlig richtig so, denn selten passiert ein sofortiger Abverkauf aus einer Standaloneheraus. Eine Kundenbindung aufzubauen ist wichtig, ehe aktive Käufe getätigt werden. Abermachen Sie es Ihren Lesern dazu so einfach wie möglich.
Wenn der Leser auf eine Seite kommt,die ihn potentiell interessiert, aber deren Firma er noch nicht weiter kennt, so möchte er ganzbehutsam "geködert" werden. Wird er sofort dazu aufgefordert, in ein Anmeldungsformular seinekomplette Anschrift, Handy-Nummer, Anzahl der Kinder und sein Netto-Haushaltseinkommeneinzutragen – und dies als Pflichtfeld, also ohne diese Angaben geht es nicht weiter – so wird ihndas abschrecken und er lässt es ganz bleiben.
Gehen Sie langsam vor und erfragen Sie zunächstseinen Namen, seine E-Mail-Adresse und evtl. noch sein Geburtsdatum. Das wird schon eher gernherausgegeben. In diesem Moment "haben" sie ihn bzw. seine Permission und können ihn, Schrittfür Schritt, bei weiterer Kontaktaufnahme per E-Mail nach allen für Sie wichtigen Details befragen.Je mehr Vertrauen er zu Ihnen und Ihrer Firma hat, umso breitwilliger (und ehrlicher!) wird erIhnen in Zukunft Auskunft geben. Besser zu Anfang wenige Daten erfassen, dafür aber durch eineKampagne möglichst viele Leads, also eingetragene neue Adressen, in Ihre Kundendatenbankerhalten!
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