Im zweiten Teil der Einführung ins E-Mail-Marketing geht es in die Umsetzung. Lesen Sie hier praktische Tipps zu Ablauf, Gestaltung und Messbarkeit von E-Mail-Kampagnen, und wie Sie an eigene Adressen kommen.
Ihre Kunden und Interessenten per E-Mail anzuschreiben heißt dauerhaftes Beziehungsmanagement. Natürlich geht es darum, mit Ihrem Kunden zu kommunizieren, und nicht mit ihm zu flirten. Der Weg allerdings, die Angebetete vom allerersten Kennenlernen bis hin zum Ja-Wort zu begleiten, ist derselbe: Sie als "Flirtender" müssen im richtigen Augenblick der richtigen Person das richtige Angebot unterbreiten.
Im ersten Schritt müssen Sie die Aufmerksamkeit des Anderen bekommen. Wichtig ist einzig und allein, dass beim Anderen der Wunsch nach einem zweiten Treffen aufkommt. Holen Sie sich also die Erlaubnis für ein Folgetreffen, holen Sie sich die Erlaubnis für eine weitere E-Mail-Ansprache.
Mit jedem Treffen lernen Sie sich nun besser kennen und zunehmendes Vertrauen kommt ins Spiel. Der potentielle Kunde erfährt mehr und mehr über Ihr Angebot und Sie lernen über sein Klickverhalten mehr und mehr über seine Vorlieben.
Je eher Sie bei jedem Treffen darauf eingehen, desto mehr Vertrauen wird Ihr Gegenüber, Ihr potentieller Kunde, haben. Je eher Sie ihm bei jedem Treffen Dinge kommunizieren, die für ihn relevant und interessant sind, desto eher wird er Ihnen sein offenes Ohr schenken.
Und dann ist es soweit: Stellen Sie ihm die entscheidende Frage. Und wenn Sie vorher alles richtig gemacht haben, wird Ihr Kunde auch ja sagen und Sie sind am Ziel!
Dasselbe lässt sich natürlich auch mit der alten Werbe-Regel AIDA ausdrücken:
Eine E-Mail-Kampagne läuft in einer festgelegten Prozesskette ab. Jeder einzelne Schritt sollte wohldurchdacht und organisiert sein, damit Sie am Ende den gewünschten Erfolg haben:
Sie können Ihre E-Mail im Text- oder HTML-Format verschicken oder als Multipart. Eine Text-E-Mail enthält entsprechend keine Bilder und hat daher eine geringe Größe. Es können keine Darstellungsprobleme auftreten, allerdings lässt sich Ihre Botschaft auch nicht visualisieren, ebenso wie Ihr Firmenlogo.
Eine Html-E-Mail enthält Bilder und sichert so eine CI- und markengerechte Darstellung. Sie ist aufwändiger in der Produktion und hat mehr Datenvolumen. Ein kleiner Anteil Ihrer Empfänger bekommt Ihre E-Mail evtl. nicht korrekt dargestellt.
Heute wird meistens im Multipart-Format verschickt mit dem Besten aus beiden Welten. Es werden also technisch die Informationen zu beiden Darstellungsvarianten – Text und Html - verschickt und bei einem E-Mail-Programm, das kein HTML darstellen kann, wird stattdessen automatisch die Textvariante angezeigt.
Was kann ich alles messen im E-Mail-Marketing?
Sie kennen sicher den Spruch "Die eine Hälfte meiner Werbeausgaben ist zum Fenster hinausgeworfen, ich weiß leider nur nicht, welche Hälfte." (John Wanamaker). Im E-Mail-Marketing kann Ihnen das mit einer professionellen Versandsoftware nicht passieren. Folgende Messkriterien sind dabei relevant:
Bounce-Rate
Die Bounce-Rate bezeichnet den Anteil der ausgesandten E-Mails, der den Empfänger nicht erreicht. Sie gilt generell als Indikator für die Qualität Ihres Adressenbestandes: Je höher die Bounce-Rate ist, desto schlechter ist im Regelfall die Qualität des Adressenbestandes. Alles im Rahmen von 5% ist noch vertretbar, höhere Werte sollten Sie skeptisch stimmen und nach Problemquellen suchen lassen.
Öffnungsrate / Opening Rate
Die Öffnungsrate gibt an, wie viele Adressaten, die die E-Mail erhalten, diese geöffnet haben. Allerdings ist dies nur bei HTML-E-Mails messbar, nicht bei reinen Text-E-Mails.
Klickrate / Click Rate
Die Klickrate gibt die Häufigkeit an, mit der Links in Ihrer E-Mail angeklickt wurden.
Umwandlungsrate / Conversion Rate
Die Umwandlungsrate bezeichnet den Anteil von Interessenten, der nach Klicken eines Links tatsächlich eine Transaktion – einen Kauf, eine Registrierung oder einen Download – getätigt hat. Gemessen wird sie durch ein Zählpixel, das beispielsweise auf die Bestell-Bestätigungsseite eines Onlineshops eingebaut wird
Abbestell-Rate
Die Abbestell-Rate bezeichnet den Anteil der Abonnenten, die sich aus dem Verteiler abmelden. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Kunden-Zufriedenheit.
Mit E-Mail-Marketing lässt sich der gesamte Lebenszyklus eines Kunden begleiten.
Ohne eigenes Adresspotential stellt sich natürlich die Frage, wie Sie eigene Email-Adressen gewinnen können. In Ihrem eigenen Umfeld gibt es da zahlreiche Möglichkeiten:
Wenn das nicht reicht, können Sie natürlich auch auf externe Quellen zurückgreifen:
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