Egal ob Werbe-Email als Standalone oder redaktioneller Newsletter – neben derGestaltung, der persönlichen Ansprache und des eigentlichen Inhalts ist der Zeitpunktdes Versands ein entscheidendes Kriterium, damit die Aussendung zum Erfolg wird.Hierbei gibt es allerdings nicht den einen optimalen Versandzeitpunkt – neben generellenGesichtspunkten muss auch die jeweils angesprochene Zielgruppe und deren Internet-Nutzungsverhalten im Auge behalten werden.
Der schwarze Montag ist sicherlich nicht nur im Börsenbereich ein Begriff. Mittlerweile istdieser Ausdruck für jeden, der aktiv im Internet ist und Emails nutzt, geläufig. Der GangMontag morgens im Büro zum Computer und der erste Abruf der Emails lässt vielenInternetnutzern das Schaudern lehren. Nicht selten sind mehrere hundert Emails überdas Wochenende eingetroffen und ungefähr 98% davon sind unerwünscht. Die erstehalbe Stunde verbringt man, mühselig nach den restlichen 2% zu suchen, ständig inAngst, eine doch wichtige Kundenanfrage aus versehen als Spam zu löschen.
Ähnliches spielt sich, in kleinerem Ausmaß, jeden Morgen ab. Besonders über Nachtkommen die Spam-Mails in Scharen. Ein Grund ist sicherlich die Zeitverschiebung –Spam aus USA wird zumeist in der dortigen Abendzeit versandt (man möchte die Leute inihrer Freizeit "erwischen") und dies ist bei uns nun einmal mitten in der Nacht. Einigebesonders genervte Email-User denken gar schon über ein Zeitfenster des Email-Empfangs nach: "Sie erreichen mich telefonisch von 9.00 bis 17.00 Uhr und per Emailvon 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Außerhalb dieser Zeit können Ihre Emails und Anrufe leidernicht entgegengenommen werden."
Als Newsletter-Versender (oder auch Werbeversender) sollte man diese Punkt mitberücksichtigen, wenn man einen Versand plant. Aus den Beobachtungen desNutzungsverhaltens der User kann man folgende grundlegenden Regeln ableiten:
Grundsätzlich ist auch bei Angeboten, die Endkunden erreichen sollen, zu überlegen,dass die privaten Emails (wenn auch oftmals unerlaubt) im Büro gelesen werden. Somacht ein Versand werktags während der Bürozeiten also durchaus Sinn. Sehr guteignen sich Uhrzeiten zwischen 9.30 Uhr und 14.00 Uhr.
Möchte der Werbetreibende allerdings sofort Reaktion haben, zum Beispiel bei einemGewinnspiel zur Adressgenerierung oder einen Spontankauf, so sollte der Versand eherRichtung Feierabend stattfinden, also nach 14.00 Uhr. Denn Informationen gelesenwerden zwar oft im Büro, die eigentliche Aktion wie ein Online-Kauf oder ein andererAbschluss wird hingegen meist in der Freizeit am Abend getätigt.
Ein Versand nach 17.00 Uhr hingegen ist wiederum kritisch, da die Emails oftmals amselben Tag nicht mehr abgerufen werden (bitte bedenken Sie auch, dass der Versandnicht beendet ist, nachdem der Versand gestartet wurde, sondern sich oftmals über vieleStunden hinweg ziehen kann) und somit am nächsten Tag unter die oben beschriebeneSpamflut und dem daraus resultierenden Löschwahn des Users fallen kann.
Freitag Nachmittag (ebenso wie der Montag Vormittag, siehe oben), sollten alsVersandzeitpunkte gemieden werden. Die User, die die Emails im Büro lesen, sind bereitsmit Wochenabschlüssen beschäftigt und haben keine Zeit für Emails.
Samstag ist generell im Internet der ruhigste Tag. Erfahrungsgemäß wird das Internet andiesem Tag am wenigsten genutzt, Business-Leser haben Wochenende und fürEndkunden ist der Samstag meist der traditionelle Haushaltstag. Eine Versendung amSamstag sollte nur dann stattfinden, wenn es eine Aktion betrifft, die an diesem Tagstattfindet – zum Beispiel eine Erinnerung für die Ziehung der Lottozahlen.
Ab Sonntag Mittag ist es ein effektiver Zeitpunkt für Versendungen, die privateAktivitäten bewerben und vorstellen möchten. Der Sonntag Nachmittag wird oftmals vonPrivatleuten genutzt, um in Ruhe Online-Shops zu durchstöbern und das Internet nachSchnäppchen und Angeboten zu durchsuchen. Die Spamflut von Samstag Nacht istbereits gelöscht, das Email-Postfach und der Kopf des Users frei für neue Sendungen.
Übrigens – ganz clevere Versender haben sogar ein Auge auf die Wettervorhersagen.Schönes Wetter hat eklatant negative Auswirkungen auf Öffnungsrate-Rate und Klick-Rate. Die Beschäftigung mit dem Internet nimmt deutlich ab, wenn die Sonne scheint(zumindest gilt dies für Deutschland). Ein regnerischer Sonntag hingegen ist optimal füreine Versendung an Privatkunden.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
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