Acht Design Tipps für professionelle Newsletter


26.08.2010

Zerrissene Layouts, komische Farben und fehlende Bilder. Kommt Ihnen das bekannt vor? Wir haben unseren Head Designer gefragt, ob er seine geheimen Design Tipps lüften möchte und er hat bereitwillig zugesagt. Wir hoffen, dass diese Tipps auch Ihnen helfen professionelle, erfolgreiche Newsletter Kampagnen zu versenden:

1. Zwischen Design und Kodierungsprozess differenzieren

Zuerst einmal muss man zwischen dem Designprozess und dem Kodierungsprozess unterscheiden. Ersterer erfordert kreative Fähigkeiten und Grundkenntnisse von Designprozessen. Zweiterer erfordert HTML und CSS Kenntnisse sowie Erfahrungen mit unterschiedlichen E-Mail Service Providern und deren individuelle Darstellungsprobleme. Es hilft also Designkenntnisse und Kodierungskenntnisse zu haben, um professionelle E-Mail Newsletter zu erstellen, die in allen E-Mail Service Providern funktionieren. Mit einem Content Management System wie GraphicMail kann jeder auch ohne Vorkenntnisse einen professionellen E-Mail-Newsletter erstellen oder eine professionelle Vorlage auf die eigenen Wünsche anpassen.

2. Die richtige Balance zwischen Bildern, Inhalten und Farben finden

Ein Designer verwendet eine Kombination von Layout, graphischen Elementen, Farben und Bildern um eine E-Mail ansprechend zu gestalten. Ein Novize verwendet häufig ein Design, das mit Farben und graphischen Elementen überladen ist. Dies führt dazu, dass der Leser vom eigentlich wichtigen, nämlich den Inhalten und Bildern abgelenkt wird. Mein Tipp ist also das Design so minimalistisch wie möglich zu gestalten. Ich empfehle farbliche Akzente zu setzen und den Text mit Bildern (im richtigem Format und richtiger Auflösung) zu unterbrechen. Große Bilder kombiniert mit großen Überschriften machen gestalterisch was her.

Das größte Bild sollte am Kopfe des Newsletters untergebracht werden, da es dort sofort ins Auge fällt. Die richtige Balance zwischen Bildern und Text kann für jede Branche unterschiedlich sein. Ein Photogeschäft oder Online Shop wird sicherlich einen größeren Prozentsatz an Bildelementen im Newsletter unterbringen als ein Finanzdienstleister. Es ist wichtig, seinen Markt zu kennen und zu wissen was von Ihrem Newsletter erwartet wird. Ein Top Image mit lächelnden Angestellten im klassischen Bürooutfit geht z.B. am Ziel vorbei wenn Ihre Leser nach aktuellen Marktinformationen suchen.

3. Professionelles Bildmaterial finden

Online Bilderdatenbanken wie Getty Images stellen Bilder ohne Nutzungsgebühren zur Verfügung. Günstigere Alternative sind istockphoto.com und 123rf.com . Auf diesen Webseiten registrieren Sie sich und kaufen anschließend Online Credits. Danach können Sie nach Herzenslust Photos, Illustrations, Video Dateien, Sound und Flash Dateien herunterladen. Bitte beachten Sie, dass billigere Bilder nicht exklusiv Ihnen gehören sondern auch von anderen Nutzern heruntergeladen werden können. Achtung die meisten Bilder die Online verfügbar sind unterliegen standard Copyright Gesetzgebungen. Sie können ausserdem völlig gratis Bilder von Hobby Photographen beziehen. Zu finden sind diese z.B. auf sxc.hu and morguefile.com .

4. Gekaufte Bilder bearbeiten

Designer nutzen normalerweise eine Reihe von Software Programmen wie Adobe Photoshop. Für weniger anspruchsvolle Photobearbeitungen gibt es eine Reihe von open-source Online Optionen. Wir empfehlen sumopaint.com , picnic.com oder pixelr.com.

5. Markenkonsistenz und Corporate Identity

Generell sollte Branding so konsistent wie möglich sein, egal ob das Online oder Print Advertising ist. Logo, Farben und corporate ID sollte sofort erkennbar sein egal welches Medium die Werbung trägt. Die Newsletter Vorlage sollte nie eine genaue Replika der Webseite sein, sondern einen einfach zugänglichen Eindruck vermitteln was die Webseite und das Unternehmen bietet.

6. Technische Aspekte beachten

Auf technischer Seite gibt es eine Reihe von Hinweisen, die man beachten sollte. Generell sollte ein Newsletter auf einer Layout Tabelle beruhen, die mit Inhalten, Farben und Bildern gefüllt wird. Anstelle eines externen Style Sheets wie bei Webseiten muss beim Newsletter Design die CSS inline kodiert werden. PNGs und Hintergrundbilder werden von einigen E-Mail Service Providern nicht angezeigt. Link Farben werden ebenfalls von manchen E-Mail Service Providern durch das Standard Königsblau ersetzt. Um dieses Problem zu umgehen hilft es den Link Style im tag unterzubringen. Wir empfehlen ausserdem alt tags für alle Bilder einzugeben. Für den Fall, dass E-Mail Klienten die Bilder im Newsletter blockieren werden zumindest die alt text descriptions angezeigt.

7. Probleme der einzelnen E-Mail Service Provider berücksichtigen

Es gibt mehr als 20 E-Mail Service Provider und da es keine allgemein anerkannten E-Mail Standards gibt werden E-Mails bei allen E-Mail Service Providern unterschiedlich angezeigt. Das E-Mail Standards Project ist eine unabhängige Organisation, die alle Mängel der E-Mail Service Provider zusammengefasst hat und Hiweise gibt worauf man beim Design achten sollte. Kein Newsletter sollte versendet werden, ohne diesen ausreichend zu testen.

Die meisten E-Mail Service Provider sind umsonst und man kann gratis Testaccounts anlegen und dann eine Testmail an die verschiedenen Adressen senden. Am einfachsten ist es allerdings einen professionellen, kostenpflichtigen Online Testservice wie z.B. Litmusapp.com zu verwenden. Der fertige Newsletter kann dann bequem an eine Testadresse gesendet werden und bereits nach einigen Minuten wird eine Vorschau des Newsletters in allen E-Mail Service Providern angezeigt.

8. Die DIY Entscheidung

Sich eine massgeschneiderte Vorlage von einem professionellen Designer erstellen zu lassen, der sich mit Newsletter Design auskennt ist definitiv die beste Option. Dadurch entsteht zwar eine einmalige Gebühr aber man kann sich sicher sein, dass der Newsletter in allen E-Mail Service Providern richtig angezeigt wird und professionell aussieht. Die professionelle Designer Vorlage sollte als Original dienen und eine Kopie zur Bearbeitung benutzt werden. Damit wird sichergestellt, dass sich keine Fehler einschleichen und immer wieder auf die Originalvorlage zurückgegriffen werden kann.


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Autor

  • Ruan Benade

Ruan Benade ist derzeit Head of Design bei GraphicMail E-Mail & Mobile Marketing Lösungen. Er ist spezialisiert auf Grafik-und Interface-Design mit einem starken Schwerpunkt auf User Experience.




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