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Marketing 2.0 – Direktmarketing war Gestern!
Eine neue Ära beginnt: Egal, ob man sie nun Web 2.0, Social Commerce oder Folksonomy (social tagging) nennt. Die Machtverhältnisse im Markt verschieben sich in Richtung Konsumenten. Sei es bei der Suche von Produkten und Dienstleistungen oder bei der Wahl eines neuen Anbieters, immer stärker steht bei Kaufentscheidungen der Austausch der Kunden untereinander im Mittelpunkt - beispielsweise über Weblogs, Foren oder Social Bookmarking. Unumstritten ist die Tatsache, dass sich die Entwicklung der Internet-Nutzung von 1997 mit knapp 5 Millionen Online-Nutzern bis 2008 auf über 40 Millionen nahezu explosionsartig vergrößert hat, dennoch zeigen verschiedene Studien, dass die Nutzung des Internets und insbesondere der sozialen Netzwerke doch schwerpunktmäßig von jüngeren Altersgruppen voran getrieben wird. ![]() Dennoch bietet gerade die vernetzte Welt Raum für eine Fülle von neuen Marketing-Ideen! Denn schaut man mal genauer hin, so stellen 25% der in der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACAT) befragten Personen Beiträge in Diskussionsforen, 20% Bewertungen und Testberichte und immerhin 19% Kommentare in Blogs anderer Nutzer ein. ![]() Und so wird schnell klar, dass bei Kaufentscheidungen das Internet wichtiger ist als Zeitschriften, TV und Radio! Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass diese Statistiken auf die reine Entscheidung fokussieren. Ganz allein mit den Möglichkeiten des Internets zu arbeiten, ist nur für wenige Unternehmen wirklich ratsam. Hinzu gehört immer noch das Schaffen einer robusten Markenbasis mit einer sauberen, einzigartigen und profilscharfen Positionierung, Kommunikationsideen, die die Marke als lebendigen Charakter verstehen, der nicht einkanalig Botschaften verbreitet, sondern Resonanzräume schafft, die es ermöglichen in einen Dialog mit dem Konsumenten zu treten. Genau dies wird aber oft versäumt. So agieren einige Unternehmen recht wechselhaft und austauschbar mit den aufgezeigten Potentialen des Marketing 2.0. Doch beleuchten wir weiter die Möglichkeiten im Online-Bereich. Was gilt es konkret bei der Markenpositionierung zu beachten:
Marketing 2.0 – was ändert sich?Es gibt wenige Themen, die in den letzten Jahren mehr diskutiert wurden als das Web 2.0. Und so wundert es nicht, dass die "2.0" Einzug als neue Entwicklungsstufe in verschiedene Themengebiete gehalten hat, wie z.B. Enterprise 2.0, Wissensmanagement 2.0, E-Learning 2.0 oder Government 2.0. Auch wenn die Ableitung der Entwicklungsstufe "2.0" manchmal eine weit hergeholte Auslegungen der Funktionalitäten des Web 2.0 ist, so wie beispielsweise bei Bank 2.0, so ist für das Marketing 2.0 vor allem eines entscheidend: die soziale Vernetzung der Menschen und die gestiegene Nutzung des Internets.Die zentrale Frage, die sich ein Unternehmen stellen muss, dass diese Möglichkeiten nutzen möchte: Welchen einzigartigen Mehrwert kann ich in diesen Zusammenhängen bieten? Wie mache ich auf mich aufmerksam, ohne die "alten Möglichkeiten Werbung zu machen" 1:1 ins Web zu übertragen? Wie setze ich Akzente, die mich weiterempfehlen und für ein gutes Ranking meines Unternehmens bzw. meines Angebotes sorgen? Gestiegene InternetnutzungAls Konsequenz der gestiegenen Internetnutzung bedeutet das für das Marketing 2.0: Effiziente Onlineinhalte schaffen!![]() Im Rahmen einer umfangreichen Kundenbefragung hat die TAUNUS BKK, die aktuell größte Betriebskrankenkasse in Deutschland, Ihre Kunden befragt, ob es eine Erleichterung für Sie wäre, wenn der gesamte Schriftverkehr mit der TAUNUS BKK, z.B. Anträge auf Versicherungsleistungen, über das Internet abgewickelt werden könnte. Erstaunlicherweise konnten sich bereits 2005 gut 50% der befragten Kunden vorstellen, den Schriftverkehr mit Ihrer Krankenkasse über das Internet abzuwickeln. Grund genug für die TAUNUS BKK 2006 in eine "echte" Online-Geschäftsstelle zu investieren. Warum "echte" Online-Geschäftsstelle? Viele Unternehmen investieren in Kunden-Onlineportale, jedoch ist nur selten auch die konkrete Geschäftsanbahnung (Vertragsabschluss) über das Internet möglich. Meist beschränkt sich das Angebot auf das herunterladen von Formularen, welche dann ausgedruckt an das Anbieterunternehmen retourniert werden müssen, sowie einen Gesundheits-, Veranstaltungs- und Seminarkalender. Umso erstaunlicher ist es, dass sich mit der TAUNUS BKK eine Krankenkasse für die Geschäftsanbahnung über das Internet entschieden hat, obwohl im Gesundheitswesen dazu eine qualifizierte elektronische Signatur gesetzlich vorgeschrieben ist. Weitere Details finden Sie auch in dem Interview zur Einführung der elektronischen Unterschrift, welches auf rheinmain tv ausgestrahlt wurde. Für die TAUNUS BKK stellte sich die Investition jedoch schnell als "win-win"-Situation dar. Der Versicherte profitiert durch eine einfache und intuitiv bedienbare, rund um die Uhr verfügbare und sichere Schnittstelle zu seiner Krankenkasse und für die Krankenkasse ergibt sich der Vorteil, dass Kundenprozesse effizienter und kostengünstiger gestaltet werden können, was im Umkehrschluss dem Versicherten auch wieder zu Gute kommt. An dieser Stelle kann noch einmal eine Anmerkung wiederholt werden: Das Unternehmen muss sich fragen, welchen Mehrwert es seinen Kunden bieten kann. Hier, am Beispiel der TAUNUS BKK, wird deutlich, dass der Mehrwert nicht immer nur im Verkauf/im Angebot liegen muss. Der Kunde honoriert Dienstleistungsmehrwerte oder einzigartige Informationen, die er an einer bestimmten Stelle bekommt, ebenso. Unternehmen, welche nicht gesetzlich zur Verwendung einer qualifizierten elektronischen Signatur beim Online-Vertragsabschluss verpflichtet sind, wozu eindeutig die Mehrzahl gehören, können Online-Kundenportale mit einfacheren technischen Mitteln und somit einem noch größeren Nutzen umsetzen. Beispiele, wie z.B. www.easycredit.de, zeigen deutlich, dass trotz deutlich schnellerer Bearbeitungszeit die Kosten niedriger als bei vergleichbaren "herkömmlichen" Krediten sind. Eine Online-Geschäftsstelle bietet neben der Kostenreduktion durch effiziente Prozesse eine signifikante Serviceverbesserung, eine bessere Mitgliederbindung und den evtl. entscheidenden Wettbewerbsvorteil, welcher die Attraktivität des Unternehmens für neue Mitglieder insbesondere in den jüngeren Altersgruppen sichert. ...
12/2009, Guido Schmitz
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