Die 7 häufigsten Fehler bei Suchwortanzeigen


16.08.2007

Suchmaschinenoptimierung ist langwierig und nicht immer erfolgreich. Bei bezahltenSuchwortanzeigen bestimmen Sie, wann Sie wie weit oben stehen. Suchwortanzeigen erreichen die Zielgruppe meist ohne Streuverlust. Aber trotzdem wirddabei oft unnütz Geld verschleudert, weil Fehler gemacht werden. Dies sind die siebenhäufigsten:

  • Kampagne wird nach dem Aufschalten nicht kontinuierlich beobachtet
  • Suchworte werden nicht systematisch auf ihren Erfolg hin ausgewertet
  • Es werden zu viele Suchworte gebucht, die unwirtschaftlich sind
  • Es wurde nur in Google, nicht aber bei Yahoo und Miva gebucht
  • Besucher landen auf einer Seite, die keinen Bezug zum eingegebenen Suchwort hat
  • Die Website enthält nicht, was Suchworte und Suchanzeige versprechen
  • Die vom Nutzer wirklich gesuchten Stichworte wurden nicht gebucht

Das Buchen von Suchanzeigen ist heute voll automatisiert

Sie melden sich bei einem der Anbieter im Internet an und können sofort loslegen: Text eingeben, Suchwortefestlegen und Gebot abgeben. Dann schauen Sie online, an welcher Position Sie bei einerSuchanfrage zu dem Stichwort landen. Der Text besteht bei Google aus einer Überschrift mitmaximal 25 Zeichen und zwei Zeilen mit jeweils maximal 35 Zeichen Länge. Darunter ist eineInternet-Adresse (URL) von maximal 35 Zeichen Länge. Die angezeigte Adresse muss nichtdiejenige sein, auf die dann der Link zeigt.

Am Anfang werden Sie oft feststellen, dass sie ziemlich viel bezahlen müssen, um wirlichweit oben zu stehen. Das liegt am Algorhythmus der Rangfolgenberechnung: Hier zählt nichtnur, wieviel Geld Sie bieten, sondern auch wie beliebt Ihre Anzeige ist. Wessen Anzeigenöfter angeklickt werden, der rutscht automatisch etwas höher, als seine Mitbewerber. Auchwenn diese ein höheres Gebot abgeben.

Am Anfang weiß das System noch nicht, wie vieleKlicks Ihre Seite erhält. Deshalb ein kleiner Trick: bieten Sie mit neuen Anzeigen ersteinmal etwas mehr, um zunächst einmal einige Klicks auf sich zu vereinen. Danach könnenSie Ihr Gebot langsam wieder absenden, ohne die gewonnene Position zu verlieren. Übrigenskann Ihre Anzeige auch wieder verschwinden, wenn die Klickrate dauerhaft gering ist.

Das Texten von Suchwortanzeigen ist prinzipiell ein einfaches Geschäft

Der Grund: Siekönnen jederzeit zwei oder mehr Textentwürfe parallel gegeneinander laufen lassen undmessen nach eine Weile die Erfolgsraten. Dann lassen Sie die bessere Anzeige stehen undverändern bei der Anzeige mit den schlechteren Werten den Text.

Aber natürlich gibt es auch schon Erfahrungen, welcher Text besser zieht: Allzu platteWerbesprüche sind in Textanzeigen unangebracht. Wer "Wir sind die Besten" sagt, wirdselten angeklickt. Eine sachlich-neutrale Beschreibung Ihrer Leistungen bringt mehr Klicksals Marktschreierei und Superlative. Wenn Sie aber nachweislich ein Alleinstellungsmerkmal("Größter Spezialversand für Deko-Tannenzapfen") haben, dann nennen Sie es. Wie immer inder Werbung: Wenn etwas zeitlich begrenzt ist, wird es stärker angeklickt.

Auch sollte das Suchwort nach Möglichkeit auch in der Anzeige vorkommen. Die besteKlickrate erreichen Sie, wenn Ihr Suchwort schon im Titel auftaucht. Ihren Firmennamensollten Sie nur einsetzen, wenn Sie bekannt sind und der Name ein Zugpferd darstellt.

Bezahlte Suchanzeigen können über dem natürlichen Index oder auch rechts davon erscheinen

Bei gefragten und teuren Suchworten schaltet Yahoo bis zu fünf Suchanzeigen über demIndex. Bei Google sind es maximal drei. Während die obersten Suchtreffer im organischenIndex (SEO) eine durchschnittliche Klickrate von zwanzig bis fünfzig Prozent erreichen,werden die bezahlten Anzeigen weniger oft angeklickt.

Werden die Textanzeigen über demIndex angezeigt sind Klickraten von über zehn Prozent möglich. Besonders bei wenigerkommerziell umkämpften Suchbegriffen verzichten sowohl Google als auch Yahoo auf dieTextanzeigen über dem Index. In diesen Fällen werden die Textanzeigen ausschließlich amrechten Rand der Seite angezeigt. Hier liegen die Klickraten bei ein bis fünf Prozent.

Da Sie ja sowieso nur für wirkliche Klicks zahlen, ist zu überlegen, ob Sie wirklich immeroben stehen wollen. Der Preis pro Klick steigt für Toppositionen aufgrund desAuktionsprinzips überproportional. Oft kann es sinnvoller sein, bei diesen Versteigerungenetwas weniger zu bieten und dafür mit dem weniger umkämpften dritten oder fünften PlatzVorlieb zu nehmen. Professor Skiera vom Electronic-Commerce-Lehrstuhl der Uni Frankfurtist nach einer wissenschaftlichen Untersuchung zu folgenden Empfehlungen gekommen:

Werbende Unternehmen sollten nur Gebote für die obersten Positionen abgeben, wenn:

  • die Profitabilität (gemessen als Kundenlebenswert) der akquirierten Kunden hoch ist,
  • der Preis pro Klick auf den obersten Positionen relativ niedrig ist,
  • die Anzahl der Klicks auf unteren Positionen deutlich abnimmt oder aber
  • die Konversionsrate auf den obersten Positionen hoch ist und auf Positionen weiter untennicht stark zunimmt.Dieser Beitrag basiert auf einem Kapitel des im Oktober erscheinenden Buches " 30 Minutenfür professionelles Online-Marketing " von Torsten Schwarz.

Autor

Dr. Torsten Schwarz ist Herausgeber des Beratungsbriefs eMail-Marketing-Experts, Autor diverser Fachbeiträge und Bücher sowie mehrfacher Lehrbeauftragter. Schwarz war Marketingleiter eines Softwareherstellers und berät heute internationale Unternehmen.

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