Texten von Newslettern: Jedes Wort zählt


07.07.2006

Erfahren Sie, warum das Texten von erfolgreichen Newslettern mit aufmerksamen Zuhörenbeginnt. Für die Inhalte von Newslettern werden viel zu häufig Texte aus Werbebroschüren oderanderen Werbematerialien übernommen. Ein großer Fehler, denn das Medium E-Mail folgteigenen Regeln und bietet neue Chancen.

Hören Sie genau hin

"The best copywriters listen carefully and then articulate a simple message that genuinelytouches on interests shared by both the company and its customers", schreibt Nick Usbornein seinem hervorragenden Buch "Net Words - Creating high-impact online copy". Vor demTexten von Newslettern sollte in der Tat das Zuhören stehen: Welche "Sprache" spricht IhreZielgruppe? Welche Begriffe verwendet sie? Schauen Sie sich unter diesem Blickwinkeleinmal Ihre eingehenden E-Mails an oder besuchen Sie Veranstaltungen, auf denen Sie IhreZielgruppe antreffen. Die Lektüre von Weblogs, Online-Foren oder Chats lohnt sichebenfalls, denn dort können Sie Gespräche innerhalb Ihrer Zielgruppe praktisch "live"verfolgen.

Kurz und einfach

Genau wie Websites werden E-Mails meistens nicht vollständig gelesen, sondern "gescannt",also lediglich überflogen. Aus diesem Grund sollten Sie lange und verschachtelte Sätzevermeiden (Faustregel: ca. 15-25 Wörter pro Satz). Fassen Sie sich kurz und formulierenSie den Kundennutzen verständlich und präzise. Längeren Text können Sie in mehrere kurzeParagraphen aufteilen, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Werden Sie persönlich

Das Texten von persönlichen Mails fängt mit einer personalisierten Anrede an – hört damitaber noch lange nicht auf. Als Autor sollten Sie sich nicht hinter einem "Beamtendeutsch"oder langweiligen PR-Phrasen verstecken, sondern dem Newsletter eine persönliche Noteverleihen. Schreiben Sie "von Mensch zu Mensch" und nicht "von Unternehmen zu Mensch".

Hervorhebung von Informationen

Markieren Sie wichtige Sätze oder Satzabschnitte fett oder farbig. Kursiver Text solltehingegen nicht verwendet werden, da er am Bildschirm schwer zu lesen ist. Um Irritationenzu vermeiden, sollten Wörter nur dann unterstrichen werden, wenn es sich dabei einen Linkhandelt. Achten Sie auch darauf wichtige Informationen und nicht lediglich einzelne Wörterdurch die Markierungen hervorzuheben, denn beim Überfliegen des Textes ist die Bedeutungeinzelner Wörter nicht verständlich. Verwenden Sie zusätzlich Aufzählungspunkte, um diewichtigsten Informationen hervorzuheben.

Mehrwert statt Werbung

Natürlich soll Ihr Newsletter für Ihre Produkte oder Dienstleistungen werben - trotzdemsollte er nicht nach Werbung aussehen. Bieten Sie Ihren Empfängern stattdessen einenklaren Mehrwert in Form von redaktionellen Tipps, Rezensionen oder exklusiven Gutscheinen.

Stellen Sie den Kunden in den Mittepunkt

Niemand interessiert sich für langweilige Unternehmensmeldungen - mit Ausnahme IhrerKonkurrenz. Stellen Sie stattdessen den Kunden und seine Bedürfnisse in den Vordergrundund vermeiden Sie Sätze, die mit "Wir" anfangen.


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