Ist der Internetauftritt übersichtlich, können Besucher über ein fehlendes Inhaltsverzeichnis hinwegsehen. Aber wenn Ihre Website unübersichtlich ist, verlassen die meisten Besucher Ihre Website wieder. Der Usability-Experte Jakob Nielsen hat die häufigsten Fehler veröffentlicht.
Detaillierte Informationen zu den häufigsten Usability-Fehlern und Verbesserungsvorschläge finden Sie auf der Seite vom Institut für Software-Ergonomie und Usability.
Es gibt verschiedene Wege, um die Nutzerfreundlichkeit Ihres Internetauftritts zu überprüfen. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über Usability-Testmethoden – vom einfachen Test bis zur professionellen Expertise eines Spezialisten.
Die Web-Usability können Sie über verschiedene Wege überprüfen. Die einfachste Methode ist die persönliche Beobachtung von Testpersonen. Hierbei stellen Sie Testpersonen Aufgaben, die auch Ihre Zielgruppe auf Ihrer Website bewältigen muss. Das kann zum Beispiel die Suche nach bestimmten Produktinformationen sein oder aber der Versand einer Angebotsanfrage. Dabei beobachten Sie, wie gut die Person mit der Aufgabe zurechtkommt und an welcher Stelle Probleme auftreten. Gute und schnelle Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Testpersonen beobachten, die Ihre Website gar nicht und Ihr Unternehmen nur wenig kennen. Scheuen Sie sich beispielsweise nicht, Ihre Putzfrau oder Ihren Briefträger zu bitten, an einem Test teilzunehmen.
Als Außenstehende werden sie über die bestehenden Hürden stolpern und tragen so zum Erfolg Ihrer Website bei. Nach dem Test sprechen Sie offen über die gesammelten Eindrücke und erhalten ein Feedback zur Anwendbarkeit Ihrer Website. Gehen Sie dabei offen mit konstruktiver Kritik an Ihrer Website um, denn das ist das Ziel bei der Überprüfung. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie den Test mit weiteren Personen wiederholen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits 3 Testpersonen 80 Prozent der Schwachstellen einer Website erkennen.
Aufwändiger sind professionelle Analysen wie das so genannte Eyetracking. Am Bildschirm angebrachte Kameras sowie eine spezielle Software registrieren die Blickbewegung von Testpersonen. Diese Methode liefert Antworten darauf, welche Bereiche ein Nutzer genau betrachtet und wie intensiv er sich diese anschaut. Gängiger ist das Clicktracking.
Diese Methode ist in vielen Webcontrolling-Tools wie zum Beispiel etracker integriert. Sie liefert Informationen darüber, auf welche Links die Besucher geklickt haben. Welche Bewegungen die Nutzer mit der Computer-Maus machen, zeigt das Mousetracking. Eine Kombination von Click- und Mousetracking bietet das Web-Usability-Tracking. Hier werden alle Mausbewegungen, Klicks und Tastatureingaben auswertbar gemacht. Neben diesen sehr technischen Methoden gibt es auch expertenbasierte Analysen und Bewertungen von Websites. Sie können zudem Befragungen zur Nutzerfreundlichkeit Ihrer Website durchführen. Diese Befragungsmethode nennt man On-Site-Befragung. So erhalten Sie Informationen zur Web-Usability Ihrer Website vom Experten oder von Ihren Besuchern.
Je nach Problemstellung sind diese Methoden für die unterschiedlichsten Anforderungen geeigneter oder eher ungeeignet und weisen damit auch unterschiedliche Stärken und Schwächen auf.
Möchten Sie sich dabei professionell beraten lassen? Kein Problem, denn diese Dienste werden auch von Unternehmen angeboten. Usability-Dienstleister finden Sie bei "Wer liefert was?" unter "Software-Usability-Tests" .
Sie haben 1.000 Besucher auf Ihrer Website, erhalten aber keine Anfragen? Dann überprüfen Sie die Wege, die ein Besucher auf Ihrer Website gehen muss.
So genannte Funnels (auch bekannt unter den Bezeichnungen Konversionspfade oder Trichteranalysen) sind von Ihnen festgelegte Seitenpfade, die ein Besucher durchlaufen soll, bis er eine von Ihnen gewünschte Aktion durchführen kann. Wo Besucher Ihre Website verlassen, zeigt das Webcontrolling. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht anhand eines Beispiel-Funnels, an welcher Stelle Besucher Ihre Website verlassen könnten.
Weg 1: Ziellose Kommunikation – falsche Zielgruppe oder schlechtes Werbemittel
Weg 2: Zielgerichtete Kommunikation – schlechte Überzeugung oder schlechte Usability
Weg 3: Gute Überzeugung – schlechte Konversion oder schlechte Usability
Weg 4: Der richtige Weg – einfach und direkt zum Ziel
Wenn Sie nun noch die Anzahl der Besucher auswerten, die das Anfrageformular ausgefüllt und versendet haben, dann können Sie feststellen, ob Ihr Online-Formular nutzerfreundlich ist. Werten Sie dazu die Anzahl der erhaltenen Online-Anfragen aus oder die Anzahl der Seitenaufrufe Ihrer "Danke-Seite", die nach dem Versand des Online-Formulars erscheint.
Bei der regelmäßigen Pflege Ihres Internetauftritts sollten Sie auch die Suchmaschinenoptimierung niemals aus den Augen verlieren. Denn die Pflege Ihrer Website und die Suchmaschinenoptimierung gehören zusammen – und lassen sich oftmals sogar in den gleichen Arbeitsschritten erledigen.
Mit einer nutzerfreundlichen Seite helfen Sie nicht nur Ihren Besuchern, Inhalte leichter und schneller zu finden. Auch Suchmaschinen können Ihre Website besser bewerten. Ein Beispiel macht dies deutlich: Für Suchmaschinen ist der Inhalt Ihrer Seite wichtig. Einen vorderen Platz bei einer Suchanfrage erreichen Sie, wenn der Suchbegriff im Seitentitel, in Überschriften sowie in Texten gefunden wird.
Nach diesen Informationen und Kriterien sucht auch ein Besucher, um sich auf Ihrer Seite orientieren zu können. Findet er die relevanten Signalworte nicht umgehend oder sind die Informationen veraltet, ist die Seite für seine Anfrage auch nicht interessant. Indem Sie den Inhalt Ihrer Seite auf bestimmte Suchbegriffe abstimmen und aktuell halten, liefern Sie dem Besucher ebenso wie einer Suchmaschine die zentralen Informationen.
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